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Bereich(e): Rechnungslegung

Stand: 16. Dezember 2019

Herde-Rückstellung

​Die zusätzliche Deckungsrückstellung wird als Herde-Rückstellung bezeichnet, weil sie von Armin Herde in einem Aufsatz in der Zeitschrift „Versicherungswirtschaft“ erstmals für die Aktienindexgebundene Lebensversicherung beschrieben wurde.

Warum ist die Herde-Rückstellung zu bilden?

Deckungsrückstellungen für das Lebensversicherungs- und nach Art der Lebens­versicherung betriebene Versicherungsgeschäft sind grundsätzlich als Barwert der künftigen Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen abzüglich des Barwertes der künftigen Beiträge zu ermitteln (prospektive Methode). Falls der Barwert der zukünftigen Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen und der zukünftigen Beiträge nicht möglich ist, kann die Deckungsrückstellung mittels der retrospektiven Methode auf Basis der aufgezinsten Einnahmen und Ausgaben der vorausgegangenen Geschäftsjahre ermittelt werden. Für Fonds- und Indexge­bundene Versicherungen wird die Deckungsrückstellung nach der retrospektiven Methode ermittelt. 

Die Deckungsrückstellung muss mit Aktiva im Sicherungsvermögen bedeckt werden (konventionelles Sicherungsvermögen). Für Fonds- und indexgebundene Lebensversicherungen sind für jede Anlageart eigene (separate) Abteilungen des Sicherungsvermögens zu bilden.

Für Lebensversicherungsprodukte, bei denen die Leistung einerseits an die Entwicklung einer Kapitalanlage, z. B. eines Fonds, oder eines Index gebunden ist, andererseits aber auch eine Leistung garantiert wird, z. B. die Summe der einge­zahlten Beiträge, kann die Deckungsrückstellung für die Garantieleistung pros­pektiv ermittelt werden. Die für den fonds- oder indexgebundenen Teil kann aber nur retrospektiv ermittelt werden. Ist für einen solchen Vertrag die prospektiv ermittelte Deckungsrückstellung für die Garantie größer als die retrospektiv ermit­telte, so ist in Höhe der Differenz der beiden Beträge eine zusätzliche Deckungs­rückstellung zu bilden und mit konventionellem Sicherungsvermögen zu bedecken. 

Durch die Herde-Rückstellung wird sichergestellt, dass das Versicherungsun­ter­nehmen die Garantieleistung auch dann erbringen kann, wenn sich die Kapitalan­lage, in die der Versicherungsnehmer investiert hat, ungünstig entwickelt. Für die Herde Rückstellung gelten die handelsrechtlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen entsprechend wie für traditionelle Produkte.

Für welche Produkte ist die Herde-Rückstellung relevant?

Eine Herde Rückstellung kann für alle Produkte relevant werden, bei denen der Versicherungsnehmer in eine Kapitalanlage für eigene Rechnung investiert und bei denen eine Garantieleistung zugesagt wird. Neben den oben genannten Produkten betrifft dies auch statische und dynamische Hybridprodukte.

Die Definition finden Sie hier zum Download auch als PDF-Datei.

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Weitere Informationen

Ihr Ansprechpartner in der DAV-Geschäftsstelle:

Erik Staschöfsky
erik.staschoefsky@aktuar.de
0221/912 554-231

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