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Aktuarielles Glossar

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Bereich(e): Schadenversicherung

Stand: 16. Dezember 2019

Combined Ratio / Schadenkostenquote

​Unter der Combined Ratio versteht man die Summe aus zwei anderen Größen, nämlich der Schaden- und der Kostenquote eines Versicherungsunternehmens. Sie wird deswegen auch „Schadenkostenquote“ genannt.

Wie wird die Combined Ratio errechnet?

Der Wert stellt ein Verhältnis her zwischen den Ausgaben und den Einnahmen eines Versicherungsunternehmens in einer gewissen Periode, meist dem Ge-schäftsjahr; genauer:

Es werden drei zentrale monetäre Größen zu einer Kennzahl „kombiniert“, näm-lich:

• Die verdiente Prämie 

• Die Aufwendungen für Versicherungsfälle sowie

• Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb.

Die verdiente Prämie ist derjenige Teil der gesamten Bruttoprämie, der auf das Geschäftsjahr abgrenzbar ist, d. h. anteilig die Prämie, die zum Ultimo „verdient“ ist.

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle, oder einfacher: der Schadenaufwand, besteht aus zwei Komponenten: den Schadenzahlungen und den Schadenrückstel­lungen. Schadenzahlungen sind alle schon erfolgten Zahlungen, die einem konkreten Schadenfall zugeordnet werden können. Schadenrückstellungen werden gebildet für zu erwartende zukünftige Zahlungen und sind ihrer Natur nach Schätzwerte. Diese betreffen in erster Linie schon bekannte und angelegte Schäden, aber auch noch nicht gemeldete, also unbekannte aber zu erwartende Schäden, sogenannte Spätschäden.

Welche Aufgaben übernehmen die Aktuare?

Im Gegensatz zu den Zahlungen muss die Höhe der Rückstellung geschätzt werden, was eine zentrale Aufgabe der Aktuare im Unternehmen ist. Diese er-mitteln im Prozess der Schadenreservierung den „Best Estimate“ für eben diese Verbindlichkeiten.

Die Summe aus (bekannten) Zahlungen und (geschätzten) Rückstellungen ist der Schadenaufwand, und die Schadenquote ist das Verhältnis dieses Schadenauf­wands zur verdienten Prämie, meist angegeben als Prozentwert.

Was ist die Kostenquote?

Die Kostenquote schließlich leitet sich in ähnlicher Weise aus den Kosten des Versicherungsunternehmens ab. Hierzu zählen Aufwendungen für den Vertrieb sowie den Versicherungsbetrieb. Diese werden in ihrer Gesamtheit in betriebs­wirtschaftlich abgegrenzter Form ebenso den verdienten Prämien gegenübergestellt, und dann als Kostenquote ausgewiesen.

Alles in allem wird dann die Summe aus Schaden- und Kostenquote als Combined Ratio bezeichnet. Laut GDV lag sie bei den deutschen Schaden- und Unfallversi­cherern in den letzten fünf Jahren bei etwa 95 Prozent.

Die Definition finden Sie hier zum Download auch als PDF-Datei.

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Weitere Informationen

Ihr Ansprechpartner in der DAV-Geschäftsstelle:

Erik Staschöfsky
erik.staschoefsky@aktuar.de
0221/912 554-231

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