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Aktuarielles Glossar

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Bereich(e): Krankenversicherung

Stand: 7. September 2017

Kompression & Medikalisierung

​Seit 175 Jahren erhöht sich die Lebenserwartung in Deutschland durchschnittlich um 2,5 Jahre pro Jahrzehnt. Für viele stellt sich die Frage, ob sie die hinzu­gewonnenen Lebensjahre in Gesundheit oder in Krankheit verbringen. Hierzu gibt es in der Forschung zwei Thesen.

Was besagt die Kompressionsthese?

Laut der Kompressionsthese bleiben die Menschen auch bei steigender Lebenserwartung bis ins hohe Alter weitgehend gesund und erreichen immer häufiger das natürliche maximale Alter. Gleichzeitig stellen sich schwere Krankheiten erst kurz vor dem Tod ein und diese Phase wird dank der modernen Medizin immer weiter verkürzt.

Was wird unter der Medikalisierungsthese verstanden?

Das Gegenstück ist die Medikalisierungsthese, die auch als Morbiditätsexpan­sionsthese bezeichnet wird: Hiernach verbringen die Rentner die zusätzlichen Lebensjahre in immer größerem Maße in Krankheit und Behinderung. Damit einhergehen deutlich höhere Gesundheitsausgaben.

Findet in Deutschland Kompression oder Medikalisierung statt?

Anhand von Untersuchungen am Bestand der Debeka-Versicherung bei 1,5 Millionen Beamten über die vergangenen 20 Jahre konnte auf der DAV-Jahrestagung 2017 gezeigt werden, dass es monetär betrachtet in Deutschland eine Medikalisierung gibt. Dies ist vor allem auf kostenintensive Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen, innovative ambulante Therapiemethoden und wirksamere Medikamente zurückzuführen. Dadurch konnten aber in den vergangenen Jahren die schweren, stationär behandelten Erkrankungen bei Männern vom Alter 60 bis 70 Jahre auf jenseits des 80. Geburtstages verschoben werden. Bei Frauen treten diese inzwischen erst zwischen dem 85. und 90. Geburtstag auf. Somit wird die Mehrheit der Menschen ihre hinzugewonnenen Lebensjahre aktiv verbringen können und die Kompressionsthese trifft zu.

Die Definition finden Sie hier zum Download auch als PDF-Datei.

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Weitere Informationen

Ihr Ansprechpartner in der DAV-Geschäftsstelle:

Erik Staschöfsky
erik.staschoefsky@aktuar.de
0221/912 554-231

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