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Rechnungszins unter Solvency II

Stuttgart, 26. April 2012

​Die Deutsche Aktuarvereinigung hat am 6. Februar 2012 empfohlen, den Rechnungszins in der Lebensversicherung im Jahr 2013 unverändert bei 1,75 % zu belassen. Diese Empfehlung der DAV basierte auf der aktuellen Gesetzeslage: Die heutigen Regelungen gehen in ihren wesentlichen Zügen auf EU-Rahmenrichtlinien (insbesondere die Lebensversicherungsrichtlinie) zurück, die mit der Einführung von Solvency II ihre Gültigkeit verlieren. Der Wegfall der Lebensversicherungsrichtlinie und die Umsetzung der Solvency-II-Rahmenrichtlinie in nationales Recht erfordern zwingend Änderungen in der deutschen Gesetzgebung. Dies erfordert eine Neuregelung und bietet die Möglichkeit, auch die handelsrechtliche Bilanzierung zu modernisieren.

Nach Auffassung der DAV soll die Deckungsrückstellung ihre zentrale Bedeutung für die in der Regel vertraglich vereinbarte Überschussbeteiligung behalten. Zudem bietet sie eine zusätzliche und vorsichtige Bewertung der Verpflichtungen und letztlich auch der finanziellen Lage eines Unternehmens. Deshalb spricht sich die DAV für die Beibehaltung eines sachgerecht angepassten Höchstrechnungszinses für den Regelfall aus. Darüber hinaus sollten
jedoch in Zukunft auch moderne Produkte ohne Reservierung mit Rechnungszins möglich sein.

Die DAV schlägt vor, einen zweistufigen Höchstrechnungszins zu wählen, der unterschiedlich ausfallen kann für die ersten fünfzehn Jahre der Laufzeit eines
Vertrages einerseits und die Folgejahre andererseits. Konzeptionell entspricht
diese Zweistufigkeit dem Ansatz von Solvency II, für kürzere Laufzeiten auf vorhandene Marktdaten zurückzugreifen während für längere Laufzeiten, für die zuverlässige Marktdaten fehlen, ein ökonomisch fundierter Zins angesetzt wird. Im Gegensatz zur Solvency-II-Zinsstrukturkurve, die eine beste Schätzung sein soll, wird der Höchstrechnungszins aber dem Vorsichtsprinzip des HGB entsprechend mit ausreichenden Sicherheitsmargen versehen.

Weiter schlägt die DAV vor, bei Produkten mit spezifischem und effektiven Risikomanagement an Stelle der Bewertung mit einem Rechnungszins die Bildung von Bewertungseinheiten zwischen Aktiv- und Passivseite zuzulassen.

Auf diese Weise kann die Finanz- und Ertragslage auch bei neuartigen Garantieprodukten, bei denen die Bewertung mit einem festen Rechnungszins ein
stark verzerrtes Bild ergeben würde, den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend abgebildet werden.

Der Vorschlag der DAV verbindet die Beibehaltung der jahrzehntelang bewährten Vorteile eines Höchstrechnungszinses mit der Einführung einer sachgerechten handelsrechtlichen Abbildung neuer Produkte.

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Ansprechpartner für die Presse:

Erik Staschöfsky
erik.staschoefsky@aktuar.de
0221/912 554-231

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