Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Anmelden

Pressemeldung

 Inhalts-Editor ‭[4]‬

Pressemeldungen

Deutsche Aktuarvereinigung e. V. sieht Anpassungsbedarf bei der Zinszusatzreserve

Berlin, 29. April 2015

​Die Anbieter von Lebens­versicherungen mit lang­fristigen Garantien stehen angesichts der Talfahrt der Kapital­markt­zinsen vor großen Heraus­forderungen: Sowohl das Zins­niveau als auch das Tempo des Zins­rückgangs sind außer­gewöhnlich. Vor diesem Hinter­grund sieht die Deutsche Aktuar­vereinigung e. V. (DAV) einen not­wendigen Änderungs­bedarf an der im Jahr 2011 eingeführten Zins­zusatz­reserve (ZZR).

Die ZZR wurde geschaffen, um in der Niedrig­zins­phase einen Puffer aufzubauen, der die Ver­pflichtungen der Versicherungs­unternehmen gegenüber ihren Kunden absichert. Mithilfe dieses neuen Instruments haben die deutschen Lebens­versicherer inzwischen eine Sicher­heits­reserve von rund 21 Milliarden Euro aufgebaut, wie die Bundes­regierung kürzlich mitteilte. Die DAV tritt dafür ein, dass an dieser zusätzlichen Sicherheits­marge auch weiterhin fest­gehalten wird.

„Grund­sätzlich ist der nach­haltige Auf­bau eines der­artigen Risiko­puffers in Tief­zins­zeiten aktuariell absolut notwendig. Bei einem potenziellen Zins­anstieg wird dieser auch wieder kontinuierlich abgebaut. Insoweit hat die ZZR in den letzten Jahren zur Stärkung der Lebens­versicherer beigetragen", unterstrich der neu gewählte DAV-Vorstands­vorsitzende Dr. Wilhelm Schneemeier.

Das Problem ist jedoch: In den vergangenen Jahren kam es zu einem massiven Verfall des Zins­niveaus. So rentieren bspw. zehn­jährige deutsche Bundes­anleihen mittlerweile bei nahezu null Prozent. Das führe dazu, dass die Versicherer in kürzester Zeit immer höhere Summen als Risiko­puffer zurücklegen müssen, um damit langfristig ihre Verpflichtungen gegenüber den Kunden abzusichern. „Dieses Tempo für den Aufbau der Zinszusatzreserve ist für einige Lebens­versicherer und Pensions­kassen nur schwer durch­zu­halten", analysierte Dr. Schneemeier. Denn für die Versicherungs­unternehmen werde es unter den aktuellen Markt­bedingungen immer schwerer, die gesetz­lich fest­geschriebene Zins­zusatz­reserve am Kapital­markt zu erwirtschaften.
Die DAV arbeitet daher bereits an Vorschlägen, wie das aktuariell vernünftige Konzept der ZZR weiter­entwickelt und an die aktuellen Heraus­forderungen angepasst werden kann. Dabei werden die Aktuare insbesondere das zum 1. Januar 2016 in Kraft tretende neue Aufsichts­regime Solvency II berücksichtigen.

Hintergrund

Die ZZR wurde geschaffen, um in der Niedrig­zins­phase einen Puffer aufzubauen, der die Ver­pflichtungen der Unternehmen für die Kunden sicher­stellen soll. Dieser Puffer soll langfristig die Lücke zwischen den zugesagten Garantien und dem sogenannten Referenzzins – einem an der aktuellen Kapital­markt­entwicklung orientierten Zins – schließen.

Schon heute ist absehbar, dass der Referenz­zins in den kommenden Jahren weiter extrem sinken wird. Während er im Jahr 2012 noch bei 3,64 Prozent lag, ging er 2013 auf 3,41 Prozent und im vergangenen Jahr auf 3,15 Prozent zurück. Bisher wurde für das Jahr 2015 ein Absinken auf 2,95 Prozent erwartet, tatsächlich wird der Referenz­zins vermutlich sogar unter 2,9 Prozent fallen. Für 2018 wird auf Basis der heutigen Zins­niveaus ein Referenz­zins von unter zwei Prozent prognostiziert, im Jahr 2022 sogar von unter einem Prozent. Dieser Verfall des Referenz­zins­satzes führt zu einem extremen Anstieg der Zins­zusatz­reserve.

Pressemeldung als PDF

 Inhalts-Editor ‭[3]‬

 SpLoginControl - LoginControl

Login


Adressnr.:
Passwort:

 Inhalts-Editor ‭[2]‬

Weitere Informationen

Ansprechpartner für die Presse:

Erik Staschöfsky
erik.staschoefsky@aktuar.de
0221/912 554-231

Presseverteiler

Wenn Sie die neuesten Pressemitteilungen von DAV, DGVFM und IVS sowie Informationen zu Terminen, Pressekonferenzen und Veranstaltungen erhalten möchten, können Sie sich in unseren Presseverteiler aufnehmen lassen.

Bitte wenden Sie sich hierzu an die Presseabteilung: presse@aktuar.de, Tel.: 0221 / 912554-231.

 Inhalts-Editor ‭[1]‬

DAV
DGVFM
IVS

Kontakt
Impressum
Datenschutz

Unsere Mitglieder
Unsere Themen
Unsere Veranstaltungen

Ausbildung DAV
Ausbildung IVS
Ausbildung CERA

Pressemeldungen
Aktuar Aktuell
Stellenanzeigen