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PKV: Stabilisierung der Beitragsentwicklung im Alter durch konstantere Beitragsverläufe

Berlin, 29. April 2015

Aus Sicht der Deutschen Aktuar­vereinigung e. V. (DAV) müssen zügig Lösungen gefunden werden, um die Beitrags­entwicklung in der Privaten Kranken­versicherung (PKV) zu ver­stetigen. Deshalb appelliert die DAV im Interesse der Versicherten an die Bundes­regierung, einen neuen, multi­plikativen aus­lösenden Faktor für die PKV wie ursprünglich im Referenten­entwurf geplant doch noch in das Versicherung­saufsichts­gesetz (VAG) aufzunehmen. „Dieser in letzter Minute aus der Gesetzes­novelle gestrichene neue Faktor würde nach aktuarieller Ansicht dazu beitragen, extreme Beitrags­sprünge in der PKV zu verhindern", unter­strich der stellv. DAV-Vorstands­vorsitzende Roland Weber.

Derzeit definiert das VAG nur zwei auslösende Zustände, in denen der Versicherer die Beiträge überprüfen und ggf. anpassen muss. Der erste ist die Abweichung der erwarteten von den einkalkulierten Versicherungs­leistungen, z. B. durch höhere Leistungsausgaben aufgrund des medizinischen Fort­schritts, um mehr als zehn Prozent. Der zweite ist die Abweichung der erforder­lichen von den kalkulierten Sterbe­wahrscheinlich­keiten um mehr als fünf Prozent.

Zentrales Problem der aktuellen Regelung ist die isolierte Betrachtung der auslösenden Faktoren. Auf diese Weise werden die jeweils einzelnen Schwellen­werte teil­weise über Jahre nicht erreicht. Dies führt dazu, dass Beitrags­anpassungen häufig erst relativ spät durch­geführt werden dürfen, dann aber ent­sprechend deutlich ausfallen. „Dieser Mechanismus benachteiligt insbesondere ältere Versicherte, die bei jeder Beitrags­steigerung eine große Erhöhung der Alterungs­rück­stellung nach­finanzieren müssen", so Weber weiter. Und er stehe im klaren Wider­spruch zum Willen des Gesetz­gebers, der genau diese Beitrags­sprünge vermeiden wolle.

Aus Sicht der DAV wäre eine spür­bare Verbesserung des bisherigen Modells erreicht, wenn die auslösenden Faktoren früher und häufiger die Schwellen­werte über­schreiten würden. Deshalb begrüßen die Aktuare den Vorschlag im Referenten­entwurf zur VAG-Novelle, die Multi­plikation des Faktors Versicherungs­leistungen mit dem Faktor Sterb­lichkeit als dritten, zusätzlichen auslösenden Faktor einzuführen. Hierbei sollte die Rechnungs­grundlage Zins mit berücksichtigt werden. „Insgesamt könnte dadurch vor allem eine stärkere Stabi­lisierung der Beitrags­entwicklung im Alter erreicht werden", betonte Weber.

Hintergrund

Die DAV ist die berufs­ständische Vertretung der Versicherungs- und Finanz­mathematiker mit derzeit knapp 4.500 Mitgliedern. Ferner stehen 1.900 meist jüngere Finanz- und Versicherungs­mathematiker nach entsprechendem Hochschul­studium und mindestens drei­jähriger Berufs­praxis im geregelten Ausbildungs­gang zum Aktuar.

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Ansprechpartner für die Presse:

Erik Staschöfsky
erik.staschoefsky@aktuar.de
0221/912 554-231

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