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Deutschlands Aktuare gefragt wie nie

Hannover, 17. November 2014

Studie der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. und der Kienbaum Management Consultants zu den Karrierechancen von Aktuaren

Deutschlands Finanz- und Versicherungsmathematiker (Aktuare) sind so gefragt wie nie zuvor. 57 Prozent der Aktuare nehmen eine deutlich verstärkte Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt wahr und 72 Prozent sehen keine Probleme, sofort einen mindestens gleichwertigen Job zu bekommen. Diese Erkenntnisse entstammen der am 17. November 2014 vorgestellten Studie „Karriere, Entwicklung und Vergütung von Aktuaren 2014" der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV) und der Managementberatung Kienbaum.

Die für den Berufsstand sehr erfreuliche Entwicklung spiegelt sich auch in den Gehältern der Aktuare wider. Ein Aktuar verdient im Schnitt 80.000 Euro. Allein im vergangenen Jahr stiegen die durchschnittlich jährlich erzielten Saläre um 4,3 Prozent. Damit rangieren Aktuare ohne Führungsaufgaben in der Spitzengruppe vergleichbarer Berufsgruppen. „Die Studie belegt, dass das schwierige Mathematikstudium hervorragende Karrierechancen eröffnet. Und in den kommenden Jahren wird die Expertise von hochqualifizierten Aktuaren aufgrund der neuen europäischen Aufsichtsvorgaben für die Versicherungen gefragter sein denn je", unterstreicht der DAV-Vorstandsvorsitzende Rainer Fürhaupter.

Weiteres Ergebnis der Untersuchung: Immer mehr Frauen entscheiden sich für den Beruf des Aktuars. Während in der Gruppe der über 50-Jährigen nur jeder achte Aktuar weiblich ist, sind es bei den 25- bis 35-Jährigen bereits 45 Prozent und bei den Berufseinsteigern fast 60 Prozent. Es gibt in Versicherungen zwischen männlichen und weiblichen Aktuaren ohne Führungsverantwortung, mit Diplom-/Masterabschluss, auf jeweils gleicher Hierarchieebene kaum Einkommensunterschiede.

Aktuare vermissen strukturierte Karriere- und Entwicklungsplanung

Eine deutliche Mehrheit der Aktuare (58 Prozent) ist mit ihrem Arbeitsverhältnis zufrieden, 31 Prozent sogar sehr zufrieden. Bestnoten gibt es für die Bereiche Arbeitsinhalte, die eigenständige Zeiteinteilung sowie das Fortbildungsangebot der Arbeitgeber und die Arbeitsplatzsicherheit. Weniger zufrieden sind die Aktuare mit ihrer Work-Life-Balance und der Arbeitsbelastung, dem Führungsstil und der Kommunikation in ihren Unternehmen.

Nachbesserungsbedarf sehen die deutschen Finanz- und Versicherungsmathematiker besonders in den Personalentwicklungsprogrammen ihrer Firmen. Nur 30 Prozent der Studienteilnehmer erhalten vollständig und regelmäßig Feedback zu ihrer Leistung. Noch deutlich schlechter sieht es bei der persönlichen Entwicklung aus: Lediglich 20 Prozent bekommen eine regelmäßige und angemessene Rückmeldung zu ihren Fähigkeiten und Entwicklungsfeldern. Von einer systematischen Nachfolgesicherung für abwanderungsgefährdete Spezialistenpositionen berichten nur 22 Prozent der Teilnehmer.

Zudem bescheinigen 86 Prozent der Männer und 90 Prozent der Frauen ihren direkten Vorgesetzten, sie nicht ausreichend bzw. gar nicht in ihrer Entwicklung zu unterstützen. „Die Untersuchung zeigt eindrucksvoll auf der einen Seite ein erhebliches Führungsproblem in den Unternehmen, die damit Gefahr laufen, in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels ihre Potenzialträger zu verlieren. Und zum anderen, welches Potenzial besteht, wenn ein sauberes Talent Management etabliert wird", betont Kienbaum-Geschäftsführer Dr. Alexander v. Preen.

Erhöhte Wechselbereitschaft

Die oftmals fehlenden Karriere- und Entwicklungsplanungen schlagen sich auch in einer gegenüber 2010 deutlich erhöhten Wechselbereitschaft nieder. Zwar ist das Gehalt für 26 Prozent der Aktuare weiterhin der wichtigste Wechselgrund, doch wird es von „interessanteren Arbeitsinhalten" (21 Prozent) und „Entwicklungschancen" (17 Prozent) fast eingeholt.

Die Bedeutung dieser Faktoren variiert aber bei einer geschlechtsspezifischen Betrachtung: Insgesamt nennen Frauen deutlich seltener materielle und Statusgründe als Motivation für einen Jobwechsel als Männer. Für sie stehen der Inhalt ihrer Arbeit und Arbeitsbedingungen im Vordergrund. Interessanterweise differenzieren die Wechselgründe bei Befragten, die tatsächlich ihren Arbeitgeber wechseln, erheblich von den Gründen, die Studienteilnehmer nennen, die einen Wechsel des Arbeitgebers planen: Die Höhe des Gehaltes rückt bei einer tatsächlichen Arbeitsplatzveränderung noch stärker in den Hintergrund.

An der Untersuchung haben 2.235 der 6.300 Mitglieder und Mitgliedskandidaten der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. teilgenommen. Die Ergebnisse der Studie „Karriere, Entwicklung und Vergütung von Aktuaren" können in verschiedenen Produktvarianten (PDF-/Printversion, Online-Portal) unter E-Mail verguetung@kienbaum.de oder Telefon 02261/703-608 kostenpflichtig vorbestellt werden.

Hintergrund

Aktuare sind wissenschaftlich ausgebildete Experten, die sich auf der Basis mathematisch-statistischer Methoden mit der Modellierung, Bewertung und Steuerung von Risiken auseinandersetzen. In erster Linie arbeiten sie für Versicherungsgesellschaften, Träger der Altersversorgung und berufsständische Versorgungseinrichtungen, Banken und Bausparkassen, Beratungs- und Wirtschaftsunternehmen, aber auch für Verbände, Behörden und als Sachverständige vor Gericht. Sie sind gleichermaßen zum Nutzen der Kunden wie auch der Unternehmen tätig, indem sie die dauerhafte Sicherheit von Produkten und die finanzielle Stabilität von deren Anbietern gewährleisten – eine Aufgabe von hoher gesellschaftlicher Relevanz.

Kienbaum ist in Deutschland Marktführer im Executive Search und im HR-Management und gehört zu den führenden Managementberatungen. Mit seinem integrierten Beratungsansatz begleitet Kienbaum Unternehmen aus den wesentlichen Wirtschaftssektoren bei ihren Veränderungsprozessen von der Konzeption bis zur Umsetzung. Kienbaum verbindet ausgewiesene Personalkompetenz mit tiefem Wissen in Strategie, Organisation und Kommunikation. 

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Ansprechpartner für die Presse:

Erik Staschöfsky
erik.staschoefsky@aktuar.de
0221/912 554-231

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