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DAV begrüßt geplante Neuregelung der Beteiligung an den Bewertungsreserven

Bonn, 29. April 2014

Die deutsche Lebens­versicherung ermöglicht durch eigen­ständige Vor­sorge eine wichtige Ergänzung der gesetz­lichen Renten­versicherung zur Aufrecht­erhaltung des Lebens­standards im Alter. Das grund­sätzliche Prinzip hierbei lautet: Sparen im Kollektiv. Die Kapital­anlage erfolgt nicht vertrags­individuell, sondern generationen­über­greifend für das gesamte Versicherungs­kollektiv. So können die Vorteile der Versicherten­gemein­schaft optimal genutzt werden, etwa über eine Anlage in Zins­papieren mit langen Lauf­zeiten und entsprechend höheren Zinsen – unabhängig von der jeweiligen Lauf­zeit des einzelnen Vertrags.

Seit der Novellierung des Versicherungs­vertrags­gesetzes (VVG) im Jahr 2008 sind die Kunden der Lebens­versicherer bei Vertrags­ende angemessen an den sogenannten Bewertungs­reserven zu beteiligen. Diese entstehen, wenn der Markt­wert einer Kapital­anlage, z. B. Aktien oder Staats­anleihen zu einem bestimmten Stich­tag oberhalb des ehemaligen Anschaffungs- oder Buch­wertes liegt. Demnach sind Bewertungs­reserven auf Staats­anleihen keine real erzielten Gewinne. Echte Gewinne entstehen erst dann, wenn die Buchungs­posten tatsächlich aufgelöst oder diese Wert­papiere am Ende der Lauf­zeit fällig werden.

Vor dem Hinter­grund des der­zeitigen Niedrig­zins­umfeldes haben die Versicherer über­proportional hohe Bewertungs­reserven aus Zins­papieren in ihren Büchern. An diesen Reserven müssen abgehende Verträge zu 50 % beteiligt werden. Damit profitieren nach geltendem Recht nur die Kunden, die kündigen oder deren Verträge jetzt auslaufen. Diese erhalten einen erheblichen Zuschlag, während die Versicherungs­kunden, die ihre Alters­vorsorge langfristig planen und ihre Verträge fortführen, diesen Zuschlag durch in Zukunft entsprechend niedrigere Renditen finanzieren.

Den Bewertungs­reserven kommt bei Lebens­versicherern zudem eine wichtige Funktion als kollektiver Risiko­puffer zum Aus­gleich von Kapital­markt­schwankungen zu. Insbesondere in Niedrig­zins­phasen wird durch sie die Finanzierung der den verbleibenden Kunden zugesagten Zins­garantien gesichert. Die aktuell hohen Aus­schüttungen führen also auch dazu, dass die Risiko­trag­fähigkeit der Unternehmen zusätzlich massiv belastet wird.

Die DAV begrüßt daher das Vorhaben der Bundes­regierung, die Beteiligung an den Bewertungs­reserven auf fest­verzinsliche Wert­papiere neu zu regeln. Hierdurch wird eine wesentliche Gerechtigkeits­lücke zwischen Kunden bzw. Kunden­generationen geschlossen und die Risiko­trag­fähigkeit der Unternehmen wird gestärkt.

Neuregelung der Gewinnbeteiligung kontraproduktiv

Dem gegenüber würden die von der Bundes­regierung ebenfalls erwogenen Neu­regelungen bei der Gewinn­beteiligung dazu führen, dass die Finanz­ausstattung der Unternehmen erheblich geschwächt wird. Dieses gilt ebenso für eine Beteiligung der Kunden an den Risiko- und Kosten­gewinnen: In der Vergangenheit hat der funktionierende Wett­bewerb unter den Unter­nehmen bewirkt, dass die Kunden regel­mäßig stärker an den Über­schüssen beteiligt wurden, als es die Mindest­zuführungs­verordnung vorsieht. Wenn nun­mehr per Gesetz der Spiel­raum geringer werden soll, diese Mittel im Notfall zur Stärkung der Risiko­trag­fähigkeit der Unter­nehmen einzusetzen, wird das System des Aus­gleichs im Kollektiv beschädigt. Nur eine ausreichende Risiko­trag­fähigkeit der Unternehmen stellt die jahr­zehnte­lange Erfüll­barkeit der Lebens- und Renten­versicherungs­verträge sicher.

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erik.staschoefsky@aktuar.de
0221/912 554-231

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