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DAV befürwortet eine Verstärkung der Kapitaldeckung in der Altersvorsorge

Bonn, 29. April 2014

Unser Altersvorsorgesystem soll für alle Arbeitnehmer über Jahrzehnte und Generationen hinweg eine bis zum Lebensende eines jeden Einzelnen ausreichende Rente garantieren. Dabei richten sich die Versprechungen und Bemühungen auch heute noch auf ein Rentenniveau von circa 60 bis 65 Prozent der letzten Bruttoeinkommen (bis zur Beitragsbemessungsgrenze). Unverzichtbare Grundlage hierzu ist die im Umlageverfahren finanzierte gesetzliche Rentenversicherung. Doch zeigt ein Blick in die Vergangenheit, dass die gesetzliche Rentenversicherung ein solches Niveau nie hat erreichen können, und ein Blick in die Zukunft, dass das von ihr gegenwärtig finanzierbare Rentenniveau von etwa 47 Prozent deutlich abnehmen und der Beitrags- bzw. Zuschussbedarf weiter zunehmen wird. In dieser Situation sind die kapitalgedeckten kollektiven Systeme mehr denn je gefordert, für eine nachhaltige, das heißt effiziente und sichere Ergänzung der gesetzlichen Renten zu sorgen.

Die Riester-Reform liegt inzwischen fast 15 Jahre hinter uns. Sie hat den mit Kapitaldeckung finanzierenden Versorgungssystemen einen gewissen Auftrieb gegeben, das angestrebte Ziel einer breiteren und ausreichenden Gesamtversorgung aber bei weitem nicht erreicht. Zwar ist es in den kapitalgedeckten Systemen weitestgehend gelungen, den mit der Verlängerung der Lebenserwartung verbundenen künftigen Mehraufwand vorzufinanzieren. Doch haben ihre steuerlich begrenzten Zuführungsmöglichkeiten, die Finanzmarktkrisen und die sich anschließende Niedrigzinsphase ihre Leistungskraft, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß, zusätzlich beeinträchtigt. Das ursprüngliche Ziel, künftig einen größeren Anteil an der allgemeinen Gesamtversorgung über Kapitalansammlung in betrieblichen und privaten Altersvorsorgemaßnahmen zu finanzieren, wurde damit verfehlt.  

Eine andere, weitaus bessere Entwicklung hat die berufsständische Versorgung genommen. Sie hat sich – nicht zuletzt auf Grund ihrer aus Umlage und kollektiver Kapitaldeckung gemischten Finanzierungsform – in der Vergangenheit als äußerst anpassungsfähig und leistungsstark erwiesen und wird, wenn man ihre Eigenständigkeit und Funktionsstärke nicht von außen beeinträchtigt, auch für die gegenwärtigen Probleme bei der Kapitalanlage sach- und generationengerechte Lösungen finden.

Die vorgesehenen Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung, aber auch der absehbar schon kurz- und mittelfristig steigende Finanzbedarf bei den Beamtenpensionen und der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes dürfen nicht dazu führen, dass der Staat die Finanzierungsmöglichkeiten der kapitalgedeckten Altersvorsorge einschränkt. Vielmehr sollte er sie – auch angesichts der inzwischen kürzer gewordenen Ansparzeiten – weiter ausbauen und seine Förderung auf echte Altersvorsorgemaßnahmen konzentrieren.

Die vielfältigen Formen der betrieblichen Altersversorgung und kollektive Versicherungslösungen bieten hierzu die geeigneten Durchführungswege. In den Unternehmen, wo die Mittel für die späteren Versorgungsleistungen erwirtschaftet und intern oder extern angelegt werden können, kommt es zu einer effizienten und planmäßigen Vorfinanzierung der späteren Renten. Hier lässt sich das sozialpolitisch Gewünschte mit dem finanziell Machbaren bestmöglich verbinden. In der inzwischen fast zweihundertjährigen Geschichte betrieblicher Altersversorgung ist dies – bei stark wechselnden Rahmenbedingungen und politischen Vorgaben – auch mit aktuarieller Hilfe erwiesenermaßen gut gelungen.

Die Deutsche Aktuarvereinigung e.V. (DAV) geht davon aus, dass dies auch weiterhin möglich ist. Angesichts der gegebenen Ausgangssituation und der mittelfristig wenig positiven Perspektiven für die gesetzliche Rentenversicherung kann und sollte es zu einem stärkeren Ausbau der Kapitaldeckung über die betriebliche Altersversorgung und über kollektive Versicherungslösungen kommen. Ihre Leistungsfähigkeit und Bestandskraft, moderner ausgedrückt: ihre Effizienz und Nachhaltigkeit sind unbestritten. Für eine sichere und nachhaltige Finanzierung der Altersvorsorge insgesamt, für einen weiteren Ausbau der kollektiven Kapitaldeckung und ein möglichst zielführendes Zusammenwirken mit der gesetzlichen Rentenversicherung stehen die DAV und ihre auf die Altersvorsorge spezialisierten Aktuare mit ihren Fachkenntnissen und ihrer Erfahrung uneingeschränkt zur Verfügung.  

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erik.staschoefsky@aktuar.de
0221/912 554-231

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